Erdbeben in Nepal – Bericht aus Kathmandu

Spendenkonto für Erdbebenhilfe in Nepal

Nepalhilfe Tirol
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Namaste aus Kathmandu
Liebe Freunde,
Ich hoffe dies ist mein letzter Bericht aus Kathmandu.

In der Stadt nimmt langsam alles wieder seinen normalen Lauf. Geschäfte und Restaurants sind offen, die Menschen kommen wieder in ihre Häuser zurück. Gestern war ich den ganzen Tag unterwegs, zuerst im Durbar Square in Kathmandu, da sind fast alle Tempel und Pagoden dem Erdboden gleich gemacht. Immer wieder kommen Army Truppen mit Pickel und Schaufel und gehen wieder um zu graben. Das Gelände ist abgesperrt und man kann nicht hinein. Rundherum die Häuser sind ganz OK. Bin dann nach Patan gefahren, dort dasselbe Bild. Die alten Gebäude und Tempel kaputt, aber in der Stadt kaum Schaden.

Heute früh war ich in Bodnath, dort siehts gut aus, die Stupa hat kaum Schaden davongetragen.
Doch anschließend bin ich mit Tshering über die Ringroad nach Norden gefahren. Dort gibt’s einen großen Busbahnhof. Alles Häuser rundherum sind eingestürzt, es sieht aus wie im Krieg und dort wird auch immer noch gegraben, einfach schrecklich!

Es sind unzählige Hilfstrupps aus allen Ländern hier in der Stadt. Ich frage mich aber was die machen?! Einen Amerikaner von einer NGO habe ich im Hotel getroffen, die haben 1000 Zelte und 2000 Decken geschickt und das ganze liegt seit Tagen am Flughafen beim Zoll, so wie wir am Flughafen auch unzählige Container gesehen haben, die dort herumgestanden sind. Gestern war in der Zeitung zu lesen, dass die Regierung für die Hilfsgüter Steuern und Zoll einhebt! Einfach unglaublich!
Habe jetzt am Nachmittag auch noch ein Gespräch beim Himalayan Trust gehabt. Die internationale Hilfe geht fast durchwegs nach Kathmandu.

Auch müssen internationale Spendengelder über den Prime Minister Relieffe Fond gehen und werden erst dann von dort von einem Konsortium verteilt – wohin fragen sich alle.

Wie vermutet fallen die armen Leute in den Gebirgsregionen durch den Rost. Und hier müssen wir ansetzen und helfen, und da zähle ich auch fest auf Euch, dass wir mit der NepalHilfe Tirol etwas bewegen können, wenn es auch nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“ ist!

Ich melde mich dann von zu Hause, wenn wir eine erste „Krisensitzung “ gehabt haben.

Ganz fest bedanken möchte ich mich bei Euch allen, die ihr mir in den letzten Tagen viel Kraft und Zuspruch gegeben habt, diese für alle hier nicht leichte Situation zu überstehen

Tashi Delek und Namaste

Wolfi

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