Wandern zu den Tiroler Sherpas

NepalHilfe Tirol lädt ein: Wandern zu den Tiroler Sherpas

Seit 18 Jahren bemüht sich die NepalHilfe Tirol darum, die medizinische Versorgung sowie das Sozialwesen in einzelnen Regionen Nepals nachhaltig zu verbessern. In Tirol gibt es seit vielen Jahren ein erfolgreiches Sherpaprojekt, das 2019 auf 22 Tiroler Alpenvereinshütten, Almen und Berggasthäusern fortgesetzt wird. Erstmalig haben Unterstützer und Interessierte heuer die Gelegenheit, bei „Nepal-Wandertagen“ die Arbeit der NepalHilfe in Tirol ganz persönlich kennenzulernen.
 

Seit 15 Jahren gibt es das Sherpaprojekt der NepalHilfe Tirol, bei dem jährlich Sherpas aus Nepal auf Tiroler Hütten Erfahrungen sammeln.

 

Der Erfolg der Arbeit der NepalHilfe Tirol findet seinen Ursprung in der engen Beziehung des Obmanns des Vereins Wolfgang Nairz mit seiner zweiten Heimat Nepal. Der bekannte Tiroler Alpinist (er war u.a. 1978 Expeditionsleiter bei der Erstbesteigung des Mount Everest ohne Sauerstoff und stand selbst als erster Österreicher am Gipfel des höchsten Berges der Welt) wollte die Menschen nachhaltig unterstützen und gründete den Verein NepalHilfe Tirol. So konnten in den letzten Jahren neben der umfassenden Katastrophenhilfe nach dem Erdbeben 2015 und den Überschwemmungen 2017 vor allem Projekte im Bildungsbereich, in der Behindertenarbeit und im Naturschutz umgesetzt werden.

Sherpaprojekt gibt Hilfe zur Selbsthilfe

Aber nicht nur in Nepal wird geholfen. In Tirol startete Nairz mit der NepalHilfe vor 15 Jahren des „Sherpaprojekt“, bei dem jährlich Sherpas aus Nepal nach Tirol kommen, um auf Tiroler Alpenvereinshütten, Almen und Berggasthäusern Erfahrungen zu sammeln, die sie dann zu Hause im Gastgewerbe umsetzen können. In diesem Jahr beteiligen sich 22 Hüttenwirte an der Aktion. Mit Stolz erzählt Wolfgang Nairz, dass das Engagement Früchte trägt: „Heute erkennt man die Lodges und Hütten in Nepal, die von einem in Tirol Ausgebildeten geführt werden, auf den ersten Blick.“ Neben der Sauberkeit und Hygiene, die die Unterkünfte und Gaststätten von anderen Nepals unterschieden, schlägt sich die Erfahrung der Sherpas in Tirol vor allem in der guten Betreuung der Trekking-Gäste nieder. Die „Tiroler Sherpas“ kennen die Bedürfnisse der westlichen Trekker nach einem Aufenthalt in Tirol viel besser als zuvor. Das Praktikum hat für die Sherpas aber auch den positiven Nebeneffekt, dass in der nepalesischen Regenzeit in unserem Sommer zusätzliches Einkommen für die ganze Familie erwirtschaftet werden kann. „Die Teilnehmer werden auf den Hütten und Berggasthöfen nach Kollektivvertrag entlohnt und verdienen somit über einen Sommer lang so viel, wie zum Beispiel ein Lehrer in Nepal in zwei Jahren verdient,“ erklärt Nairz.

Nepal Wandertage in Tirol

Um das Verständnis der Tiroler für die Arbeit der NepalHilfe noch besser zu verdeutlichen, bietet der Verein in diesem Sommer erstmals geführte Nepal Wanderungen zu Partnerbetrieben in Tirol an. „Es geht uns nicht darum, unsere Strukturen auf Nepal zu übertragen, sondern darum, Anregungen zu geben und Kenntnisse zu vermitteln, die im Trekkingtourismus direkt umsetzbar sind“, zeigt sich Wolfgang Nairz überzeugt.
Interessierte lernen bei den Wanderungen die Sherpas und ihre Arbeit kennen und erfahren auch, welche Erfahrungen die Tiroler Hüttenwirte mit ihren nepalesischen Mitarbeitern gesammelt haben. Natürlich darf auch die Verkostung von nepalesischen Spezialitäten nicht fehlen. Wolfgang Nairz wird selbst an den Wanderungen teilnehmen und freut sich auf den Austausch mit Tiroler Nepalfreunden.

Termine:
13. Juli – Franz Senn Hütte (Treffpunkt: 9:00 Uhr Parkplatz Oberiss Alm);
14. September – Neue Pforzheimer Hütte (Treffpunkt wird auf www.nepalhilfe-tirol.at bekannt gegeben).  Anmeldung unter info@nepalhilfe-tirol.at, die Teilnahme ist kostenlos.

Aktuelle Projekte der NepalHilfe Tirol

Im Oktober 2019 wird das Chhilaune Schulprojekt (eine Schule für 80 Kinder) feierlich eröffnet und an die Bevölkerung übergeben und auch der Wiederaufbau eines Kulturdenkmals in Khunde kann dank Spenden aus Tirol abgeschlossen werden. Fortlaufende Unterstützung erhält eine Behinderteneinrichtung sowie das One Day – One tree Aufforstungsprojekt. Außerdem hat es sich die NepalHilfe Tirol zum Ziel gesetzt, zumindest vier Jahresgehälter für Lehrer in Nepal zu finanzieren, da die Regierung nur teilweise für den Lohn der Lehrkräfte aufkommt.

Jede Hilfe ist willkommen!

Die NepalHilfe Tirol besitzt den Spendenbegünstigungsbescheid Nr. SO 2550 und somit sind Spenden steuerlich absetzbar.

Spendenkonto:
IBAN: AT86 3600 0000 0064 5895
BIC: RZTIAT22

www.nepalhilfe-tirol.at/nepal

Presseaussendung

Prof. Wolfgang Nairz